Miteinander in der Mobilität

von | Apr 7, 2020 | Mobilität | 1 Kommentar

3. Mobilität/Verkehr
Mobilität und Verkehr sind zentrale Elemente des städtischen Lebens in Aachen und des Austauschs mit der StädteRegion und dem europäischen Umland.
Aachen ist Wohnort, Arbeitsplatz, Einzelhandelsstandort und touristisches Ziel.
Diese Teilaspekte des Verkehrsgeschehens müssen in der Stadt in Einklang gebracht werden, ohne dass durch die Mobilität die Menschen oder die Umwelt übermäßig belastet werden.
Die je nach räumlicher oder zeitlicher Situation unterschiedlichen Prioritäten für eine der Verkehrsarten müssen zwischen Kommunalpolitik, Bürgern und Nutzern ausgehandelt werden.
Dabei muss Kommunalpolitik in Aachen die unterschiedlichen Erwartungen an städtische Mobilität ausgewogen vermitteln. Verkehrsarten (Pkw, ÖPNV, Radverkehr, Fußgänger) sollten weder verteufelt noch hochgejubelt werden. Miteinander und Interessensausgleich sind angesagt.
Insbesondere in den täglichen Berufsspitzen und den jahreszeitlichen Einkaufsspitzen bringt die Automobilität das städtische Straßennetz an seine Leistungsgrenzen und die Umweltbelastungen über die Grenzwerte.
 Ökologische Entlastung der (Innen)Stadt:
Kommunal und euregional sind die Kommunen hier zum steuernden Eingreifen aufgefordert.
 Aachen sollte initiativ werden, Modellkonzepte für die innerstädtischen Lieferverkehre zu erproben, die Lieferanten und Paketdienste mit Fahrradkurierdiensten/ Lasten-e-bike verbinden (Nahfeld-Logistik).
 Priorität haben dabei Verbesserungen im ÖPNV-Angebot des AVV, der ASEAG und der Euregiobahn, die insbesondere bei den Berufspendlern in Verbindung mit dem Job-Ticket eine gute Entlastung bringen könnten. Die Stadt hat täglich nahezu 100 000 Einpendler!
 Als Standort der RWTH und der Fachhochschule sollte Aachen alle Möglichkeiten nutzen, die notwendige Mobilität umwelt- und menschenfreundlich abzuwickeln. Dazu sind die Potentiale der Elektromobilität ebenso zu nutzen, wie die Optimierungschancen durch Digitaltechnik. Im Sinne einer Entlastung der Straßen der Innenstadt ist die Einrichtung einer Campusbahn (ggf. mit neuem Namen) erneut zu diskutieren. Es ist weiterhin zu prüfen, ob ein Bussystem zur Abwicklung des Verkehrs ausreicht oder ob schienengebundene Alternativen ins Auge gefasst werden müssen.
 Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen im Kontext der Digitalisierung sei an die Möglichkeit der Nutzung von mobilen Applikationen auf Basis intelligenter und selbstlernender neuronaler Netze gedacht, welche ein Echtzeit-Angebot von sinnvollen Fahrgemeinschaften, E-Mobility Car Sharing Lösungen sowie die Nutzung von E-Bikes unter Berücksichtigung verfügbarer Stationen anbieten könnten.
 Die verfügbaren Verkehrsflächen sind so zu verteilen, dass auch der nichtmotorisierte Verkehr (RadfahrerInnen, FußgängerInnen), sicher und komfortabel abgewickelt werden kann.
 Große öffentliche Arbeitgeber RWTH müssen dafür gewonnen werden, ihre Parkplatzangebote preislich zu bewirtschaften. Der öffentliche Parkraum sollte nach Lagegunst preislich variieren. Das Job-Ticket ist auszuweiten.
 Die SPD muss sich zur Sprecherin der verkehrlichen Anbindung an die Eifel/Südraum und der Anbindung Südlimburgs und des Raumes Geilenkirchen Heinsberg machen.
 Die Stadt Aachen hat im euregionalen Verbund die einmalige Chance, sich durch einen Ausbau des Flughafens Merzbrück zu einem Forschungsflughafen der Elektromobilität als Leuchtturmprojekt in der deutschen Forschungslandschaft zu entwickeln. Gemeinsam mit der RWTH und FH Aachen könnte die Stadt sich als ein herausstechender Ort der Erforschung von Elektromobilität im Luftverkehr etablieren.
 Durch einen Verbund der Flughäfen Merzbrück (möglicher Forschungsflughafen für E-Mobility), Maastricht (Personentransport) sowie Lüttich (Gütertransport) könnte zudem die Entwicklung eines euregionalen Flughafens (an drei Standorten) für eine Integration von Forschung und Praxis in Personen- und Gütertransport auf eine einzigartige Weise transnational vorangetrieben werden. Die Bedeutung des regionalen Wirtschaftsraumes muss auch den europäischen Güterverkehr beachten (Antwerpen, Zeebrügge, Rotterdam), da dieser ökonomisch relevant ist.
 Für eine Integration der Bevölkerung ist die Ausschreibung von Kreativitätswettbewerben zur Entwicklung innovativer Mobilitätskonzepte ein identitätsbildender Ansatz. Zielgruppe des Wettbewerbs sind alle kreativen Köpfe Aachens – wie beispielsweise Start Up´s, Studierende aller Hochschulen oder auch Schülerinnen und Schüler (Oberstufen).

1 Kommentar

  1. Bitte versucht Eure Beiträge so zu gestalten, dass sie jeweils eine EINZELNE KONKRETE Forderung enthalten, sonst lässt sich das Programm im Anschluss nicht vernünftig strukturieren.

    In diesem Beitrag gehen Situationsbeschreibungen ohne politische Forderungen und „globalgalaktische Forderungen“ durcheinander.

    Wenn wir so „schwurbelig“ auftreten, verlieren wir die Menschen noch weiter.

    Danke!