Einfamilienhäuser in Aachen

von | Jun 19, 2020 | Wohnen | 1 Kommentar

Wenn es um wohnen in der Stadt geht, hört man immer nur vom „sozialen Wohnungsbau“, den es an jeder Ecke zu fördern gilt. Sicher auch wichtig. In meinem Umfeld in meiner Generation (30+, junge Familien, viele (Halb-)Akademiker), gibt es aber derzeit vor allem nur ein Thema: Ein eigenes Haus mit Garten für die Kinder – verbunden mit der Unmöglichkeit, ein solches in Aachen zu ergattern. Dafür wollen wir nämlich nicht in die Eifel oder nach Alsdorf ziehen müssen. Auch die jungen Familien in Aachen haben doch ein Recht auf Stadt, oder? Möchte die Stadt Fachkräfte und gut ausgebildete, qualifizierte Menschen anziehen oder nach dem Studium an der RWTH binden, muss auch für diese Bevölkerungsgruppe adequater, stadtnaher Wohnraum geschaffen werden. Das hieße konkret: Neubaugebiete für Einfamilienhäuser, ob Reihenhaus oder freistehend, im Kerngebiet der Stadt Aachen wieder erschließen. Auch wenn es unpopulär ist und ggf. dafür schmerzlich Bäume gefällt oder Wiesenflächen versiegelt werden müssen.

1 Kommentar

  1. In städtischen Ballungsräumen sind Einfamilienhäuser traditionell eher rar, was alleine an der Marke der Grundstückspreise gemessen schon selbstverständlich ist.

    Doch selbstverständlich kann auch im sozialen Wohnungsbau ein Mix aus öffentlich geförderten und Eigentumswohnungen zur Refinanzierung ganzer Quartiere dazu dienen, einen wertsteigernden Besitzanspruch zu verwirklichen.

    In Zeiten, in denen junge Akademiker, Mediziner und Führungskräfte zudem über den hohen Stellenwert unversiegelter Flächen bescheid wissen müssten, stellt sich ganz sicher nicht die Frage nach einer Exklusiv-Bebauung wie im Aachener Südviertel. Sondern vielmehr über die denkbar beste Anbindung zwischen Wohn- und Arbeitsbereichen.